Hand aufs Herz: Mathematik? Da spalten sich die Gemüter. Für die einen ist es pure Leidenschaft. Für die anderen der blanke Horror. Dennoch gehören mathematische Fähigkeiten zu den grundlegenden Kulturtechniken. Die Mathematik leistet uns Hilfestellung, die Welt rational zu erkennen und zu durchschauen, und stellt für viele Naturwissenschaft die unverzichtbare Grundlage dar.

Auch aus unserem Alltag ist die Mathematik nicht wegzudenken, verbirgt sie sich doch hinter den verschiedensten Mechanismen. Allein beim Kuchen backen, wenn man statt fünf Eiern einmal nur drei Eier zur Verfügung hat, muss man die entsprechende Menge an Mehl, Zucker, Milch und anderen Zutaten schnell umrechnen. Oder beim Einkauf im Supermarkt: Eine 375g-Packung Müsli kostet 4,50€ und die entsprechende 500g-Packung 6,50 €. Um jetzt sicher zu gehen, das kostengünstigere Produkt zu kaufen, wird schnell der Dreisatz angewandt.

Weiterhin würde es ohne Mathematik die heutige technisierte Welt in dieser Form nicht geben. Nicht nur im Hinblick auf technische Entwicklungen generell, sondern auch in Bezug auf die Denk- und Problemlösefähigkeit unserer Kultur. Die allgemeine Problemlösefähigkeit wird durch mathematische Operationen nämlich nachweislich geschult (Voraussetzung dafür ist die regelmäßige Anwendung dieser Operationen).

Schüler lernen im heutigen Mathematikunterricht zu beobachten, Gesetzmäßigkeiten zu suchen, zu klassifizieren und zu strukturieren. Verallgemeinerung (um „Gesetze“ zu entwickeln) auf der einen Seite und Spezifikation (um „Ausnahmeregeln“ zu formulieren) auf der anderen Seite. Kognitives, vernetztes und anschauliches Denken werden hierbei optimal gefördert.

Freude an der Mathematik zu entwickeln: Das ist in Deutschlands Schulen nicht immer leicht. Öfters wird der Wunsch geäußert, in Mathematik die Mädchen und die Jungs zu trennen (single-sex education). Aussagen wie „Ohne Jungs macht Mathe Spaß“ zeigen, dass Mädchen sich im Unterricht mehr zutrauen, wenn sie von den Jungs getrennt unterrichtet werden. Da selbst Kinder die stereotypischen Klischees der Erwachsenen („Jungs sind besser in Mathe, Mädchen besser in Fremdsprachen) unbewusst abspeichern, muss in der Schule großen Wert darauf gelegt werden, diesen Vorurteilen (die übrigens nicht wissenschaftlich eindeutig geklärt sind), zu begegnen.

Oft kommt es auch einfach nur auf die Lernumgebung an. Im Sommer bieten sich hier zum Beispiel entsprechende Gartenmöbel an. Lernen Sie mit Ihren Kindern doch einfach mal draußen. Am Zaun im Garten können Sie eine Tafel anbringen und Mathematik mit Naturkunde verbinden – Sie werden sehen, Spaß wird sicherlich dabei sein!

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