Der Leistungsdruck in der Arbeitswelt steigt. Globalisierung und Digitalisierung haben dafür gesorgt, dass Arbeitnehmern ständig das Gefühl vermittelt wird, ganz einfach ersetzt werden zu können. Um dem zu entgehen, stellen Arbeitnehmer ständig selbst auch immer höhere Ansprüche an sich selbst und die eigene Leistung. In der Verbesserungssgesellschaft muss es immer auch noch ein Stückchen besser gehen. Ansonsten macht es jemand anders toller als man selbst. Genau diese Mentalität ist wiederum Nährboden für ein ganz neues Berufsfeld: der Organisation von Seminaren, in denen Teilnehmer mehr über sich selbst lernen und sich neue Fähigkeiten aneignen. Aber wieweit macht das Sinn?

 

Was erhoffe ich mir von einem Seminar?

Eine erstmal viel wichtigere Frage ist die, was ich mir selbst überhaupt von der Teilnahme an einem Seminar erhoffe. Möchte ich neue Skills lernen oder etwas über mich selbst erfahren? Soll das Seminar mir konkret bei dem Erfolg meiner Karriere helfen? Und kann es das überhaupt. Die Wahl des passenden Seminars, hat auch immer etwas mit den eigenen Defizienten zu tun. Jemand, der perfekt im Umgang mit Menschen ist, muss dies nicht erst in einem Seminar erlernen. Generell gilt jedoch bei der Auswahl eines Seminars: je konkreter der Bereich, desto konkreter sind auch die Lernziele. Andersherum im Rückkehrschluss bedeutet, das jedoch auch, dass unspezifisch oder sehr weit formulierte Seminare oft nicht ins Detail gehen.

 

Seminare für die Karriere

Wer ein Seminar besuchen möchte, um die eigene Karriere voranzutreiben muss sich vor allem eins fragen: was fehlt mir, um noch erfolgreicher zu sein? Das können bestimmte Skills und Programme sein, aber auch die Art wie gearbeitet oder in Kontakt mit Kollegen und Kunden getreten wird. Wer zwar exzellente Arbeit leistet, aber Probleme hat, seinen Tag zu strukturieren, kann mit einem Zeitmanagement Seminar bei sich selbst Verbesserungen beobachten.

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