Sie kann uns schon zur Weißglut treiben- aber sie ist aus unserem modernen Leben nicht mehr wegzudenken: Die Technik und ihre Errungenschaften sollen das Leben erleichtern. Dies ist aber nur eine Seite der Münze. Denn die Technik lenkt auch ab von der Natur und dem eigentlichen Leben und gibt nicht selten das Gefühl, dass wir Einfluss auf das gesamte Weltgeschehen haben.

Wenn Naturkatastrophen, wie jüngst die Haiti-Erdbeben, im Fernsehen gemeldet werden, wird uns jedoch wieder ins Bewusstsein gerückt, dass wir gegen die eigentliche Gewalt der Natur eigentlich machtlos sind.

Waschmaschine, Haartrockner, Kühltruhe, Staubsauger etc. wurden einst angepriesen, da sie so unendlich viel Zeit sparen würden. So viel, dass das Leben beinahe „langweilig“ werden könnte. So richtig funktioniert hat das aber dennoch nicht, denn wir leben in einer „To-Go-Gesellschaft“. Jeder ist ständig nur „auf dem Sprung“, was aber nicht eine gewisse Ziellosigkeit  ausschließt. Hier stellt sich die Frage: Woran liegt diese Schnelllebigkeit?

Die Technik ist zwar nicht die Ursache für die gesellschaftlichen Veränderungen, dennoch entfernt sie die Menschen ein Stück weit voneinander. Statt den Kunden persönlich anzurufen, wird schnell eine E-Mail oder SMS geschrieben, statt im Buchladen vor Ort sich beraten zu lassen, wird per Mausklick das gewünschte Buch bestellt, statt in die Uni zu gehen, wird den Studenten angeboten, per Online-Mitschnitt die Vorlesung zu verfolgen.

Nicht selten sieht man Jugendliche irgendwo im Café sitzen, alle mit ihrem Smartphone in der Hand beschäftigt, anstatt miteinander zu reden. Hektisch werden Urlaubsbilder gemacht, um sich danach in Ruhe anzuschauen, wo man eigentlich war.

Lenkt die Technik also vom Real Life ab oder ist sie ein Gewinn an Lebensqualität. Doch dass wir dadurch mehr Zeit haben, ist definitiv ein Trugschluss. Da der Mensch ein Gewohnheitstier ist, ist der Verzicht auf technische Errungenschaften beinahe schmerzhaft. Einen Tag ohne Internet, Handy – ist für viele unvorstellbar und mit beklemmenden Gefühlen verbunden. Die Angst, „etwas zu verpassen“ kommt nicht von ungefähr und liegt in der Schnelllebigkeit der heutigen Zeit, die sich alle fünf Minuten grundlegend ändern kann.

Und das Fazit? Technik soll uns den Alltag erleichtern, aber nicht ersetzen. Daher sollte auch in der Schule mehr Medienpädagogik betrieben werden, um die Medienkompetenz von Deutschlands Kindern zu schulen.

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